Informationen rund ums Herz

Unser Herz leistet großartige Arbeit, Tag für Tag. Es pumpt täglich durchschnittlich 7000 Liter Blut durch unseren Körper. Mit dem Blut werden Nährstoffe und Sauerstoff zu den Organen transportiert. Allein das menschliche Gehirn als der Großverbraucher unter den Organen beansprucht etwa ein Fünftel des gesamten Blutvolumens. Als Pumpe ist das Herz das Zentralorgan des Blutkreislaufs. Dass es so etwas wie einen Blutkreislauf überhaupt gibt, ist noch gar nicht so lange bekannt. Bis ins späte Mittelalter hinein hielt sich die antike Meinung, wonach das Blut im Körper verbraucht werde. Erst im Jahr 1628 beschrieb der englische Arzt William Harvey den Blutkreislauf, wie wir ihn heute kennen.

Die Herausforderung der heutigen Zeit besteht in der Prävention und der Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, weil daran noch immer die meisten Menschen sterben.  

Auch wenn das Spektrum der Herz-Kreislauf-Erkrankungen breit ist, so sind es einige wenige Erkrankungen, die den größten Anteil daran ausmachen. Der Bluthochdruck ist die mit Abstand häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung. Etwa 20 Prozent aller Erwachsenen sind davon betroffen. Im Alter liegt die Quote deutlich höher. Die Nummer zwei unter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die koronare Herz-Erkrankung, eine von mehreren Erscheinungsformen der „Arterienverkalkung“  oder Atherosklerose. Über drei Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen.

Quelle (modifiziert): Bundesministerium für Bildung und Forschung → https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/herz-kreislauf-erkrankungen-6297.php

Wenn Sie an einer koronaren Herzkrankheit leiden oder einen Herzinfarkt erlitten haben, stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Behandlung und Sekundärprävention zur Verfügung.

Nach einem Herzinfarkt oder einer Bypass-Operation besteht für jeden Patienten ein Anspruch auf eine Rehabilitations-maßnahme (Anschlussheilbehandlung). Sie hat das Ziel, die Patienten bei der Wiedererlangung oder dem Erhalt körperlicher, beruflicher oder sozialer Fähigkeiten zu unterstützen. Die Kosten hierfür werden von den Sozial-versicherungsträgern (z.B. gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung) übernommen. Von jedem Patienten ist eine Zuzahlung von 10 Euro pro Tag (in der Regel) zu leisten. In Berlin und Brandenburg befinden sich mehrere ambulante und stationäre Rehabilitationseinrichtungen, die kardiologische Rehabilitationsmaßnahmen durchführen. Bei einer ambulanten Reha-Maßnahme sind die Patienten abends und am Wochenende zuhause, bei der stationären während der gesamten Dauer in der jeweiligen Einrichtung. In der Regel dauert eine Reha-Maßnahme drei Wochen. Hier lernen die Patienten, wie sie ihre Gesundheit unterstützen können, beispielsweise durch regelmäßige körperliche Aktivität oder gesundes Kochen.

Sollte Ihnen nach der Akutbehandlung eines Herzinfarktes oder einer Bypass-Operation keine Rehabilitationsmaßnahme angeboten worden sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt darüber.

Auch nach dem Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent) ist die Durchführung einer Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll. Sollte Ihnen nach dem Einsetzen eines Stents keine Rehabilitation empfohlen worden sein, sprechen Sie bitte Ihren Hausarzt darauf an.

Letzte Aktualisierung: 28.10.2017Drucken